Mexiko

Mexiko ist in vieler Hinsicht ein faszinierendes Land.
Es setzt sich aus einer Vielzahl von Rassen und Völkerschaften zusammen. Die Fläche Mexikos beträgt 1.958.162 km² (über 23mal die Größe Österreichs). Mexiko ist mit über 93 Millionen Menschen die größte, spanisch sprechende Nation. Fast ¼ aller Mexikaner leben in der Hauptstadt "Mexiko City" die sich aus ca. 400 Stadtteilen zusammensetzt.

Geschichte des Tequilas
Ein Azteke war es der zuerst den heutigen Tequila entdeckte. Aus der Agave, einer Pflanze die nicht zur Familie der Kakteen zählt, stellten sie ein vergorenes, alkoholhaltiges Getränk namens „Pulque“ her, dass über hunderte von Jahren von den Ureinwohnern genutzt wurde. Agave bedeutet „Adelig“. Von ihnen gibt es ungefähr 136 verschiedene Sorten. Die Pflanze braucht etwa 8 - 12 Jahre zum Reifen.
Wirtschaft:
Mexiko kann als junge Industrienation bezeichnet werden und wurde Anfang 1994 in die OECD aufgenommen. Der außergewöhnliche Reichtum an Rohstoffen, v.a. an Erdöl unterstützt den Übergang zum Industriestaat. Wichtigste Industriezweige sind die Kraftfahrzeug- und Kraftfahrzeugzulieferindustrie sowie die Petrochemie-, Chemie- und Textilindustrie.
Das am 1.1.1994 in Kraft getretene Freihandelsabkommen mit USA und Kanada wird die Investitionen in den nächsten Jahren stark beleben. Weiteres ist ein verstärkter Trend zur Strukturanpassung und Exportorientierung der Nicht- Öl- Produktion festzustellen.
Mexiko gehört zu den industriell fortgeschrittensten Ländern Lateinamerikas, hatte aber in der Vergangenheit durch hohe Auslandsschulden, eine aufgeblähte Bürokratie und Ineffizienz erhebliche wirtschaftliche Probleme. Diese äußerten sich duch hohe Inflations- und Arbeitslosigkeitsraten, Zahlungskrisen, Handelsdefizite und Kapitalflucht. Zwischen städtischen-industriellen Zentren und ländlichen Regionen besteht ein starkes Gefälle und damit soziale Unausgeglichenheit. Weit über die Hälfte aller Aus- und Einfuhren wird über die USA abgewickelt, 10 - 20 % mit den Ländern der EG.
Mexiko zählt überhaupt zu den wichtigsten Volkswirtschaften Lateinamerikas und ist mit Abstand die bedeutendste Exportnation dieser Region. Das Land verfügt nicht nur über ausgedehnte Erdöl- und Erdgasvorkommen, sondern auch über umfangreiche andere Bodenschätze.
Die mexikanische Wirtschaft hat sich in den Jahren nach der "Tequila-Krise" 1994 deutlich positiv entwickelt. Dank entschlossenen Gegensteuerns mit einer konsequenten Liberalisierungs- und Stabilitätspolitik kehrte die mexikanische Volkswirtschaft bereits 1996 auf ihren Wachstumskurs zurück. Der positive Trend setzte sich in den Jahren 1997 - 2008 fort.

